Was Reishi so besonders macht
Der Reishi-Pilz, auch bekannt als Ganoderma lucidum, wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit Jahrhunderten als Pilz des langen Lebens geschätzt. Er wird vielfältig eingesetzt, von Meditationsübungen bis hin zur modernen Gesundheitsvorsorge. Viele Menschen im deutschsprachigen Raum nutzen diesen Pilz, um ihr Immunsystem zu unterstützen, Stress abzubauen und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Aber was kann Reishi wirklich? Gibt es Nebenwirkungen? Und wie nimmt man ihn richtig ein? Dieser Artikel gibt dir alle wichtigen Infos – fundiert und verständlich.
Woher Reishi kommt und was er in der TCM bedeutet
In der TCM heißt Reishi Ling Zhi und steht für Langlebigkeit, Harmonie und einen klaren Geist. Früher wurde er als wertvolles Heilmittel angesehen und oft von Mönchen, Herrschern und Heilern verwendet. Heute gehört Reishi zu den wichtigen Vitalpilzen. Er wird immer beliebter bei Menschen zwischen 30 und 60, die auf ihre Gesundheit achten.
Was in Reishi steckt
Die Inhaltsstoffe, die für die Wirkung von Reishi verantwortlich gemacht werden, sind vielfältig:
- Polysaccharide, besonders Beta-Glucane, können das Immunsystem beeinflussen. ([Naked Nutrition][1])
- Triterpene (wie Ganodermiksäuren) können Entzündungen hemmen, antioxidativ wirken und möglicherweise Krebszellen bekämpfen. ([Paracelsus][2])
- Weitere Stoffe wie Peptide, Nucleoside (Adenosin, Guanosin), Ergosterol und Spurenelemente. ([NCBI][3])
Diese Zusammensetzung macht Reishi zu einem Adaptogen. Das bedeutet, er kann dem Körper helfen, besser mit Stress umzugehen. ([Wikipedia][4])
Was Studien sagen: Vorteile für Immunsystem, Schlaf und Stress
Immunsystem und Entzündungen
Studien im Labor und mit Tieren haben gezeigt, dass Reishi die Aktivität von Immunzellen verbessern, das Wachstum von Tumoren hemmen und antioxidativ wirken kann. ([NCBI][3]) Fachleute weisen aber darauf hin, dass es noch nicht genug aussagekräftige Studien am Menschen gibt. ([MSD Manuals][5])
Schlaf und Stress
Viele Quellen schreiben Reishi eine positive Wirkung auf den Schlaf und die Stressbewältigung zu. So heißt es beispielsweise, dass die Inhaltsstoffe Stress reduzieren, das Nervensystem stabilisieren und den Schlaf verbessern können. ([Women’s Health][6])
Herz, Kreislauf und Stoffwechsel
Einige kleinere Studien legen nahe, dass Reishi den Blutdruck und das LDL-Cholesterin senken kann. ([Mikronährstoffcoach][7]) Die Verbraucherzentrale warnt aber davor, Reishi als Mittel zur Krebsheilung zu sehen, da es dafür keine Beweise gibt. ([Verbraucherzentrale.de][8])
Fazit: Reishi zeigt in vielen Bereichen vielversprechende Ansätze – besonders bei Stress, Immunsystem und Schlaf. Man sollte aber realistisch bleiben: Es ist ein Nahrungsergänzungsmittel, kein Medikament. ([BARMER][9])
Wie man Reishi einnimmt: Pulver, Extrakt, Tee
Reishi gibt es in verschiedenen Formen zu kaufen:
- Pulver: Getrocknetes Pilzpulver, oft in Bioqualität. Kann man gut in Getränke oder Smoothies mischen.
- Extrakt: Konzentriert und auf bestimmte Wirkstoffe (wie Polysaccharide oder Triterpene) eingestellt. Gibt es meist als Kapseln oder Tabletten.
- Tee: Traditionell werden getrocknete Stücke oder Pulver aufgekocht. Manche Experten glauben, dass die Wirkstoffe so besser freigesetzt werden. ([Women’s Health][6])
Wenn du Reishi kaufst, achte auf Bio-Qualität, den ganzen Pilz (nicht nur das Myzel) und eine nachvollziehbare Herkunft.
Wie viel Reishi ist richtig? Tipps für die Anwendung
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. Die richtige Menge hängt von der Form, dem Produkt, dem Ziel und deiner persönlichen Situation ab. Aber diese Werte können dir helfen:
- Pulver: oft 1–3 g pro Tag (z. B. 1000–3000 mg)
- Extrakt: z. B. 300–500 mg, je nach Herstellerangaben
- Beginne mit einer niedrigeren Dosis (z. B. 500 mg) und beobachte, wie du dich fühlst
- Einnahme: morgens oder abends – je nachdem, was du erreichen willst (z. B. abends zum Stressabbau)
Tipp: Unterstütze die Wirkung von Reishi durch einen gesunden Lebensstil mit ausreichend Schlaf, Stressabbau, guter Ernährung und Bewegung.
Gibt es Nebenwirkungen? Was muss man beachten?
Reishi gilt allgemein als gut verträglich, aber es wurden auch unerwünschte Wirkungen gemeldet: trockener Mund, Hautausschlag, Magen-Darm-Beschwerden, Nasenbluten oder Schwindel. ([MSD Manuals][5]) Selten kann die langfristige Einnahme von Reishi-Pulver die Leber belasten. ([MSD Manuals][5])
Wichtig:
- Schwangerschaft & Stillzeit: Es gibt nicht genug Daten → Sprich mit deinem Arzt
- Autoimmunerkrankungen oder Immunsuppressiva: Reishi kann das Immunsystem beeinflussen, daher ist Vorsicht geboten. ([Fachgesellschaft für Ernährungstherapie][10])
- Medikamente für Blutdruck oder Blutzucker: Wechselwirkungen sind möglich → Kläre das ärztlich ab
Reishi im Vergleich zu anderen Vitalpilzen (Cordyceps, Lion’s Mane usw.)
Reishi unterscheidet sich von anderen Vitalpilzen dadurch, dass er vor allem entspannend wirkt, das Immunsystem stärkt und die Regeneration fördert. Zum Beispiel:
- Cordyceps: wird oft für mehr Energie für Sport genutzt – lies dazu auch unseren Artikel „Cordyceps: Mehr Energie dank Pilz?“.
- Lion’s Mane (Hericium erinaceus): wird oft zur Unterstützung von Konzentration und Nerven eingesetzt.
Reishi wirkt eher ausgleichend und beruhigend.
Qualität und Herkunft – worauf du beim Kauf achten solltest
Achte beim Kauf von Reishi auf diese Punkte:
- Bio-Qualität: Achte auf Bio-Anbau und geprüfte Standards.
- Fruchtkörper statt Myzel: Pilzprodukte mit dem ganzen Fruchtkörper sind oft hochwertiger.
- Transparenz: Der Anbieter sollte Laboranalysen, Schwermetallprüfungen und Herkunftsnachweise offenlegen.
- Verpackung: Dunkle, luftdichte Verpackung; klare Dosierangaben
- Produktionsort & Versand: Versand aus der EU/Deutschland verringert das Risiko von Problemen.
Wenn du Reishi kaufst, achte auf diese Qualitätsmerkmale – sie haben einen großen Einfluss darauf, wie gut er wirkt und ob du dem Produkt vertrauen kannst.